A few weeks ago we blogged about a report released by the German Institute for Economic Research. The result of the report is that only 2.5% of all board members are women. Last weekend the German Newspaper FAZ published an article that questions these results. The article, written by a woman, says the problem was not that women have difficulties breaking through all-men-networks. The problems were the women themselves…[DE]
Vor wenigen Wochen haben wir über den Bericht der DIW über Frauen in Spitzengremien gebloggt. Das Ergebnis des Berichts ist, dass nur 2,5% aller Vorstandsmitglieder in den 200 größten Unternehmen Frauen sind – eine bittere Pille, zumindest für uns.
Ein Artikel, der vergangenes Wochenende in der FAZ erschien, sieht das etwas anders. Die Aufregung sei verfehlt, wird behauptet. Erstens habe sich bereits viel getan. Dass sich die Generation der heute 60-jährigen Frauen überhaupt zu Managementpositionen durchkämpfen konnte, sei schon eine Revolution für sich, schließlich sei in den Werten dieser Generation noch das Bild der Frau am Herd verankert.
Zweitens gesteht der Artikel zwar ein, dass Frauen eine genauso gute, wenn nicht bessere Ausbildung vorweisen können, wie Männer. Allerdings würden sie ihre Chancen und Ambitionen gegen Krabbelgruppen und Spielplätze eintauschen, sobald sie Mütter werden. Auch ein Seitenhieb gegen das Elterngeld ist in dem Artikel zu finden. Als Pausen-Frauen werden jene Frauen bezeichnet, die es wagen, sich eine Auszeit für ihre Familie zu nehmen. Dass auch Männer diese Auszeit nehmen können, wird schon einmal gar nicht erwähnt. Zudem fehle der Wille, Beruf und Familie wirklich zu vereinen, da Elternzeit und Teilzeit viel bequemer seien.
Bei aller Kritik an der Studie des DIW lässt der Artikel der FAZ jedoch eines vermissen: konstruktive Vorschläge. Die Empfehlung, dass Frauen sich zwischen Karriere und Kindern entscheiden sollten, kann aus unserer Sicht nur als Rückschritt verstanden werden. Und über das Fazit, dass Frauen sich doch nicht wundern sollten, warum sie es nicht bis in den Vorstand schaffen, können wir – bei allem Respekt – nur den Kopf schütteln.
Tags: Career, Familie, family, Karriere, Kind, Managerin, mother, Role Model, Vereinbarkeit











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