Stop moaning find solutions / Lösungen statt Bedauern

Women and the pay gap, women in management positions, women and education – all of these are topics which are widely discussed in the media. But media presence did not solve the problem so far. Brand Eins calls for more research and real solutions to prevent economic crises like the current one in the future. A paradox seems to be that men, boards and consultants want women in management more than the women want it themselves. The magazine developed four theses why women haven’t made it to the top.

First of all, women often choose the wrong university programs. 60% of women choose educational or social programs.

The second problem is the „baby-break“. In many businesses this means the end of their career. The third thesis shows, that only one fifth of women are striving for a management position. They are more interested in content than in positions.

The fourth problem is, that women don’t have access to „old boys networks“. However, they started to build their own networks.

Brand Eins comes to the final conclusion, that it doesn’t need media presence, quotas or moaning to feminize leadership. The real need is the women who want it for themselves. What do you think? Are these theses right or wrong? Studying engineering, don’t become pregnant and be a little more progressive and that’s it? [DE]

Frauen und der Gehaltsunterschied, Frauen in Führungspositionen, Frauen und Bildung – das sind Themen, die in den Medien häufig diskutiert werden. Doch bei aller Medienpräsenz hilft Bedauern nicht weiter. Die Hemmnisse die dem Karriereverlauf von Frauen im Weg stehen müssen auf Seite geräumt werden.

Die Zeitschrift Brand Eins forderte nun Lösungen zu finden, um dem „Talentverzicht im Management“ entgegen zu wirken und zukünftige Krisen abwehren zu können.

Gewinnerinnen sind Frauen bereits im Bildungsbereich: dort übernehmen sie die Spitze. Die Mehrzahl der Abiturienten und Hochschulabsolventen sind Frauen.

Die Krise dagegen ist vorwiegend männlich. Männer verloren mehr Stellen als Frauen, der Anteil männlicher Arbeitsloser liegt bei 55%. Betrachtet man statistische Ergebnisse zu Führung und Gehalt, drehen sich die Zahlen wiederum um: Es gibt nur 2,5 % weibliche Vorstände in Deutschland, die Gehaltslücke liegt bei 23%.

Brand Eins leitet auf diesen Fakten ein Paradoxon ab: Männer, Vorstände, Aufsichtsräte und Personalberater haben erkannt, dass Frauen ökonomisch unverzichtbar sind und wollen sie in der Führung stärken. Die Frauen selbst wollen das nicht. Wollen das nicht? Brand Eins stellte vier Thesen auf:

  1. Die erste These behandelt das Problem der Studienfachwahl. Frauen wählen zu 60% sozial- und erziehungswissenschaftliche Studienfächer, die zu einem 26% niedrigen Verdienst führen. Dieses Phänomen ist in Deutschland besonders ausgeprägt, verliert aber durch den Bologna-Prozess an Bedeutung.
  2. Die zweite These beschäftigt sich mit der Baby-Pause. In manchen Branchen bedeutet eine Pause das tatsächliche Karriereende. Dabei – auch das ist gemeinläufig bekannt – arbeiten berufstätige Mütter effizienter, managen ihre Zeit besser und erledigen Aufgaben schneller als Männer.
  3. Die dritte These besagt, dass Frauen eine geringere Überzuversicht bei Beförderungen haben. Nur ein Fünftel der Frauen wollen am Ende ihrer Karriere wirklich an der Spitze stehen. Sie haben dafür ein stärkeres inhaltliches Interesse. Dieses Interesse könnte zukünftig Insolvenzen und Krisen verhindern. Zu wünschen wäre deswegen eine höhere Bereitschaft der Frauen, den Chefposten anzunehmen
  4. Die Vierte und letzte These betrachtet den Karrierefaktor Netzwerke. Auch wenn Frauen ausgezeichnete Netzwerkerinnen sind, finden sie keinen Zugang zu den so genannten „Old Boys Networks“, in denen sich Führungsposten zugeschoben werden. In den letzten Jahren zeigt sich jedoch bereits ein Wandel zu mehr Förderungsnetzwerken von und für Frauen.

Das Fazit, das Brand Eins aus diesen Thesen zieht ist, dass es nicht Medienpräsenz, Regulierung, Quoten oder Bedauern braucht, um die Führung zu feminisieren. Stattdessen werden die Frauen selbst gebraucht. Was denken Sie? Einfach mal das richtige studieren, Kinder auch mal gerne nicht bekommen und schon ist der Weg frei zum Vorstandsposten?

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2 Responses to “Stop moaning find solutions / Lösungen statt Bedauern”

  1. Landi says:

    I completely agree with the fourth reason: that women don’t have access to „old boys networks“. However, they started to build their own networks.

    It is very hard to get ahead in the workplace when it is still dominated by men. It is easier to talk to another female who can better understand where we are coming from, so it is necessary to build our own networks.

  2. Landi says:

    I think it article is very interesting. We don’t have access to the same networks of people as our male counterparts do. I believe this is our biggest downfall.

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