Is a women’s quota unnecessary? / Ist eine Frauenquote überflüssig?

© Franck Thomasse - Fotolia.comThe German Secretary for Family Affairs, Kristina Schröder recently announced to impose a quota for women in management positions, if the situation in Germany doesn’t change dramatically. For this statement she encountered resistance from many German companies. „A quota could easily turn into a PR-Tool“, for example says Grey CEO Christian Hupertz. Women in management: Yes, of course! A quota: No! This is the attitude most companies have towards quotas.

Another example is the „Deutsche Post“. They are not renowned for being very innovative, but for having a long tradition. However their CEO Frank Appel made a progressive move when he declared to remodel the executive board and include more women. Many other big companies also developed strategies to foster women in management positions. 

Henkel also has individual female career path programs but is strictly against quota. In a Q+A session CEO Kasper Rorsted and our international Diversity & Inclusion ambassadors had on Tuesday, once more he emphasized, that there’s no meaning of quota for him. Quite the contrary: Kasper Rorsted sees a real sustainable and valuable progress for women in top management positions when their career developments are constantly and consistently.

But, quota back and forth: Maybe Kristina Schröder already reached her goal by threatening with a quota: More women in top management positions.

 What do you think? Is there enough time for companies to develop their own female top league? [DE] 

Die Deutsche Post ist nicht gerade als Innovationsführer bekannt. Eher als beständiges Traditionsunternehmen. In einem uns besonders wichtigen Punkt zeigt sich das Unternehmen nun jedoch als äußerst fortschrittlich. Da die Frauenquote in Führungspositionen in den vergangenen Jahren um einen Prozentpunkt sank, erklärte Konzernchef Frank Appel nun, Frauen explizit zu fördern. Sein Ziel: den Vorstand umbauen und erstmals eine Frau in den selbigen berufen. In der engeren Auswahl befinden sich Controlling-Leiterin Melanie Kreis und Petra Kiwitt, Leiterin des Innovationsmanagements. 

Das Vorhaben von Appel ist ganz im Sinne von Familienministerin Kristina Schröder. Sie kündigte kürzlich an, eine gesetzliche Frauenquote einzuführen, sollte sich in den Unternehmen nicht endlich etwas ändern. „Ich kann nur solange guten Gewissens auf eine Quote verzichten, solange ich in der Wirtschaft eine stetige Verbesserung sehe“, teilte sie in einem Interview dem Handelsblatt mit. Damit stieß sie nicht überall auf Zustimmung. Eine Quote sei nicht der richtige Weg, sagen die Einen, die Frauen schaffen es auch alleine, so die anderen. Frank Appel gehört zur letzteren Gruppe, eine gesetzliche Quote lehnt er streng ab. Dennoch glaubt er daran, dass Frauen ihren Siegeszug antreten werden.

Damit spricht er den meisten seiner Kollegen aus der Seele. Frauen im Vorstand: Ja, natürlich. Quote: Nein. So lautet die Antwort vieler Konzerne auf Schröders Androhung der Frauenquote.

Selbst Unternehmen, deren Belegschaft fast nur aus Frauen besteht, wie das Hamburger Unternehmen Bellybutton, sind gegen eine Quote. Grey-Chef Christian Hupertz ist der Meinung, eine Quote könne schnell zu einer PR-Strategie verkommen. 

Um mehr Frauen in Vorstandspositionen zu berufen, haben die Unternehmen unterschiedliche Strategien entwickelt.

Der Chemiekonzern Bayer setzt auf sein Modell „Paritätische Kommission für Chancengleichheit.“ Der Energiekonzert Eon will durch gezielte Personalentwicklung seinen Frauenanteil in oberen Führungsebenen bis 2012 auf 10% steigern. Die Lufthansa stellt weiblichen Talenten einen Paten zur Seite. 

Auch Henkel fördert Frauen in Führungspositionen durch individuelle Programme, statt einer Quote. Bei seiner jüngsten Frage und Antworten Runde mit unseren internationalen Diversity & Inclusion Managern betonte CEO Kasper Rorsted, dass es die Quote eindeutig für das falsche Mittel halte. Die Wirkung sei, so Kasper Rorsted, dass Frauen in ein Amt gehoben werden, für das sie wohlmöglich zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit seien. Eine konsequente und stetige Entwicklung hingegen führt mittelfristig zu dem nachhaltigen Erfolg, den Henkel in Gender Diversity Dimension anstrebt. 

Aber, Quote hin, Quote her: Auch wenn keine Quote eingeführt wird, vielleicht hat Frau Schröder alleine durch ihre Androhung das eigentliche Ziel schon erreicht: Mehr Frauen in Top-Positionen.

Was meinen Sie? Haben deutsche Unternehmen noch die Zeit ihre eigenen Führungsfrauen zu entwickeln? Oder drängt die Zeit und Situation zu deutlicheren, pragmatischen Lösungen?

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One Response to “Is a women’s quota unnecessary? / Ist eine Frauenquote überflüssig?”

  1. Deutsche Unternehmen hatten genug Zeit ihre eigenen Führungsfrauen zu entwickeln. Jetzt drängt die Zeit und Situation durchaus zu pragmatischen Lösungen. Ich sehe eine Quoteneinführung nicht als Lösung, jedoch als “Anschub-Finanzierung” für weibliche Führungskräfte, die in einigen deutschen Unternehmen helfen kann, die gläserne Decke zu durchbrechen. Anschließend sind Frauen-Quoten dann hoffentlich überflüssig und das Thema Diversity Gender selbstverständlich.

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