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A Dinner in the Dark / Ein Essen im Dunkeln

Guest author Felix Eichhorn, doctoral candidate at Henkel, writing about his experience of having a dinner in the dark together with Henkel’s global Diversity & Inclusoin Ambassadors.

“Last week Henkel’s global Diversity & Inclusion Ambassadors had their annual meeting at Henkel’s headquarter in Düsseldorf. The exiting and of course diverse agenda were  peppered with presentations, discussions & workshops but also with one unusual dinner event: A dinner in the dark.

Our dinner in the dark took place at the restaurant “Finster” in Essen. Finster is a restaurant operated together by blind and seeing people.

The first thing we had to recognize when entering the dinner room was: Dark really means dark! We weren’t even able to see our hands on front of our eyes. Thus, we all had a wonderful experience, using our neighbours glasses to drink, trying to find and identify food on the plates and laughing together. The change of roles broadened our points of view and I think all participants finally felt lucky when we were guided back in the sunlight after two and a half hour of complete darkness.”

 

Felix Eichhorn, derzeitig mit seiner Dissertation bei Henkel beschäftigt, schreibt als Gastautor über ein Abendessen in völliger Dunkelheit.

“Anfang dieser Woche fanden sich die weltweiten Diversity & Inclusion Botschafter in der Henkel Zentrale in Düsseldorf zu ihrem jährlichen Treffen ein. Auf der Agenda standen Präsentationen, Diskussionen und Workshops rund um Diversity & Inclusion Themen, aber auch etwas nahe liegendes, Deliziöses: Ein Essen im Dunkeln.

So wagte sich die bunt gemischte Gruppe in die Räumlichkeiten des Restaurants „Finster“ in Essen. Das Restaurant Finster ist ein Dunkelrestaurant, das von Blinden und Sehenden zusammen betrieben wird. Als Highlight bietet das Restaurant ein Dinner in the Dark an – auf gut deutsch: Ein Abendessen im Dunkeln. Das Konzept dahinter: Die Gäste begeben sich in die Situation blinder Menschen, die Umwelt muss ertastet oder durch Hören wahrgenommen werden. Die Bedienung hingegen wird von den blinden Mitarbeitern des „Finster“ übernommen, die mit einer für Sehende schier unglaublichen Sicherheit durch die dunkeln Räumlichkeiten des Finster navigieren.

Zunächst fand sich die Gruppe im beleuchteten Vorraum des Restaurants ein. Aufgrund der erhöhten Stolpergefahr werden Mäntel und Taschen an der Garderobe abgeben. „Konfisziert“ werden jedoch auch Uhren und Mobiltelefone, da selbst die kleinste Lichtquelle das Essen im Dunkeln ruinieren würde. Dann folgt der Eintritt in die Dunkelheit durch die Lichtschleuse. Unsere Bedienung Anne erklärt, dass sie uns nun zu unserem Tisch führen wird. Man legt die Hände auf die Schultern des Vordermannes bzw. der Vorderfrau und als das Licht in der Schleuse ausgeht bewegen wir uns in Form einer Polonaise langsam auf unseren Tisch zu. Anne führt uns nacheinander zu unseren Stühlen und wir nehmen etwas unbeholfen Platz. Die erste Erkenntnis: Es ist tatsächlich so dunkel, dass man die eigene Hand nicht vor Augen sieht. Dann folgt die Orientierungsphase: Wer sitzt eigentlich gegenüber und wer sitzt neben mir? Wie ist der Tisch eingedeckt? Und schwups landen die Finger im Knoblauchdipp –  prima, verhungern wird man also heute Abend nicht!

Nach der Orientierung folgen die ersten Herausforderungen: Die Getränke müssen zu den Gästen finden und etwas hilflos sitzt man mit einem Glas in der einen und einem Mineralwasserflasche in der anderen Hand und überlegt sich wie lange es wohl dauern mag, bis ein Glas voll ist. Während ich über diese Frage sinniere gibt es am anderen Ende des Tisches Aufregung: Ein Glas Wein ist in der Dunkelheit verschwunden und sollte es auch bis zum Ende des Dinners bleiben.

Nun folgen die Speisen und es stellt sich ein interessantes Geschmackserlebnis ein: Um einen der Sinne beraubt, schmeckt der Ziegenkäse plötzlich intensiver und manche Geschmacksnote wartet noch heute auf Identifizierung.

Jedoch bedeutet Dunkelheit auch Herausforderungen: Es ist schwierig sich auf den Tellern zurechtzufinden. In seiner Not beginnt man, zur Orientierung auch vorsichtig die Finger einzusetzen. So „ertaste“ ich den Hauptgang: Ein Steak, Gemüse und Tortelini. Dank guter Erziehung versuche ich ein Stück Fleisch abzuschneiden. Mit mäßigem Erfolg: Zwar teile ich das Steak in zwei Hälften (wovon eine für die nächsten 10 Minuten verschwunden bleiben sollte), von einem mundgerechten Bissen bin ich jedoch weit entfernt. Nach weiteren erfolglosen Anläufen siegt die Pragmatik: Ich spieße das halbe Steak auf die Gabel und fange genüsslich an zu knabbern. Den Geräuschen um mich herum zu urteilen, ergeht es meinen Mitstreitern/innen nicht anders.

Nach dem Dessert folgt schließlich die Auflösung des Menus: Mit unseren Vermutungen lagen wir gar nicht so schlecht! Und so werden wir von Anne nach zweieinhalb Stunden völliger Finsternis wieder in die Helligkeit entlassen.

Was bleibt ist die Erinnerung an ein einmaliges Abendessen, das uns allen durch das Einnehmen fremder Standpunkte neue Perspektiven aufzeigte. Das Dinner in the Dark war ein ständiges Schwanken zwischen Hilflosigkeit und interessanten neuen Eindrücken, und ich muss zugeben: So interessant es auch war, ich liebe den Augenkontakt mit meinem Essen!”

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2 Comments

  1. 01/18/2011 - Author: Dennis

    Ich kann Dinner in the Dark nur empfehlen. Habe das schon als romantisches Dinner mit meeiner Frau und als Team-Event erlebt. Toll. Wer nicht weiß, was das ist und wo es das gibt, kann ja mal hier gucken: http://www.dinner-dark.com

  2. 02/16/2012 - Author: Super

    It’s laborious to seek out knowledgeable folks on this topic, however you sound like you recognize what you’re speaking about! Thanks

2 Trackbacks

  1. [...] This post was mentioned on Twitter by erziehung, Hotel Seehof. Hotel Seehof said: A Dinner in the Dark / Ein Essen im Dunkeln « Henkel Diversity Blog: Guest author Felix Eichhorn, doctoral candida… http://bit.ly/9dMDBd [...]

  2. 06/29/2010 - Author: Essen - Blog - 28 Jun 2010

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