Women’s opion on quota? / Frauen über Frauenquote

The majority of German companies refuse a quota for women in management positions. But what’s about the women themselves? What do women think about a quota? The newspaper Handelsblatt interviewed three successful women:

Liz Mohn, member of the Bertelsmann supervisory board, believes that a temporary quota could prepare the ground for a change. Ann-Kristin Achleitner, professor of business administration, rejects a quota. She believes, women would constantly have to justify themselves and prove they got the position because of their achievements, not because of a law. Maria Furtwängler, actress and wife of publisher Hubert Burda, is the patron of DLD women. Her mission is to change the attitude in Germany towards women in management positions. She believes that Germany is a few steps behind, compared to other European countries. Therefore she supports the idea of a quota. [DE]

 

Dass die Mehrzahl der deutschen Unternehmen eine Frauenquote nicht für zielführend hält, zeigt die Reaktion auf die Drohung von Familienministerin Schröder. Sie will eine Quote durchsetzen, sollten 2015 nicht durchschnittlich 20 % der Spitzenpositionen mit Frauen besetzt sein.

Aber was halten die Betroffenen selbst eigentlich von einer Quote? Das Handelsblatt sprach mit drei erfolgreichen Frauen: Liz Mohn, Aufsichtsratsmitglied der Bertelsmann AG, Ann-Kristin Achleitner, Professorin für Unternehmensfinanzierung und Maria Furtwängler, Schauspielerin und Ehefrau des Verlegers Hubert Burda.

Liz Mohn ist der Meinung, dass eine Quote, zumindest auf Zeit, den Boden für Veränderungen bereiten könnte. Mittelfristig würden aber vor allem mehr Programme und Initiativen benötigt, die Frauen gezielt auf Führungspositionen vorbereiten. Denn an Qualifikation fehlt es den Frauen nicht, betont Liz Mohn. Vielmehr fehle die richtige Strategie, um berufliche Ziele zu erkennen und zu erreichen.

Professorin Ann-Kristin Achleitner hingegen lehnt eine Quote völlig ab. Der Grund: Frauen müssten sich ständig gegen den Vorwurf wehren, sie hätten die Position nur wegen einer staatlichen Vorgabe, nicht wegen ihrer Qualifikation bekommen. Für Frau Achleitner liegt der richtige Weg in einer Verbesserung der Rahmenbedingungen, wie flexiblen Arbeitszeitmodellen und einer Verbesserung der Kinderbetreuung.

Maria Furtwängler, Schirmherrin der DLDwomen, hat es sich zum persönlichen Ziel gemacht, die Einstellung der Deutschen zu Frauen in Führungspositionen zu verändern. Sie sieht Deutschland in der Entwicklung weit hinter anderen europäischen Ländern. Deswegen spricht sie sich auch für eine Quote aus. Den Grund, warum Frauen in deutschen Vorständen noch unterrepräsentiert sind, sieht sie sowohl in den Frauen selbst, die sich zu wenig zutrauen, als auch in Männern, die Angst vor einer Änderung der Rollenverteilung haben.

 

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