Smartphones, mobiles and laptops: electronic tags? / Smartphones, Handys und Laptops: elektronische Fußfesseln?

We have reached the point of total availability. We are working in international teams within different time zones. This is made possible by electronic communication devices. Smartphones and laptops allow us to have flexible working hours. But for many employees their phones and laptops have become an electronic tag.
The Wirtschaftswoche asked several companies how available their employees are. Adidas equipped its 40.000 employees with 3.500 smartphones and 16.000 laptops to guarantee their availability during their free time. Also the insurance company Allianz equipped all of its managers with smartphones. At IBM working hours are completely flexible. The employees decide by themselves, how and when they work on a project. For Henkel it is important that employees use their leisure time and holidays for recreation. However, in some urgent cases, managers need to be contacted off the job. In this case, special schedules arrange who can be contacted.
It is an alarming fact that the number of mental health problems has increased. The productivity and creativity of an employee suffer under a constant state of pressure. Perhaps it won’t harm to shut off the mobile after work. [DE]

Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir theoretisch zu jeder Zeit überall auf der Welt erreichbar sind. Wir arbeiten in internationalen Teams innerhalb verschiedener Zeitzonen. Möglich ist dies durch den Einsatz mobiler Kommunikationstechnologien, wie Handys, Smartphones oder Laptops. Ständig erreichbar zu sein erlaubt einerseits eine hohe Flexibilität in der Gestaltung der Arbeit. Doch für viele Arbeitnehmer entwickeln sich Smartphones & Co. zur elektronischen Fußfessel.

Die Wirtschaftswoche befragte verschiedene Unternehmen, wie erreichbar denn ihre Mitarbeiter sind.
Der Sportartikelhersteller Adidas stattete seine rund 40.000 Mitarbeiter mit ca. 3.500 Smartphones und 16.000 Laptops aus. Besonders in globalen Teams müsse man auch über die offiziellen Arbeitszeiten hinaus erreichbar sein, heißt es. Ähnlich sieht es auch Fresenius. Im äußersten Notfall müsse eine Führungskraft auch ihre Freizeit oder den Urlaub unterbrechen, um schnell im Sinne des Unternehmenserfolges handeln zu können.
Auch bei Henkel sind Führungskräfte in wichtigen Fällen über die Arbeitszeit hinaus zu erreichen. Das wird jedoch über Bereitschaftspläne geregelt, in denen auch eine Vertretung benannt werden kann, wenn ein Mitarbeiter abwesend ist. Für Henkel ist es ebenso wichtig, dass Feierabend und Urlaubszeit zur Erholung genutzt werden.
Die Allianz achtet darauf, dass ihre Mitarbeiter trotz erhöhter Erreichbarkeit nicht über zehn Stunden am Tag arbeiten. Arbeitet ein Außendienstmitarbeiter von zuhause, so kann er sich nur für zehn Stunden auf seinem Laptop einloggen. Über internetfähige Smartphones verfügen bei der Allianz nur die Führungskräfte.
Bei IBM haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit frei einzuteilen. Die Mitarbeiter entscheiden selbst, wann sie an Projekten arbeiten.

Unternehmen sollten darauf achten, dass ihre Mitarbeiter unter der ständigen Erreichbarkeit nicht zusammenbrechen. Alarmierend ist, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen gestiegen ist. Der Soziologe Hartmut Rosa warnt: Unter Dauerstrom zu stehen, hält absehbar keiner aus. Die Leistungsfähigkeit sinkt, ebenso wie die Kreativität – beides zum Schaden für das Unternehmen.

So extrem wie die Protestbewegung „Sabbath Manifesto“, die einen Tag pro Woche komplett auf elektronische Kommunikation verzichtet, muss ja keiner direkt handeln. Aber vielleicht schadet es doch nicht, dass Handy nach Feierabend einmal auszuschalten? In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes Wochenende!

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