The Deutsche Welle in Bonn was one of the first companies to introduce a new form of apprenticeships: the part-time apprenticeship for young parents. A part-time apprenticeship allows young parents to finish an apprenticeship and still take care of their children. The part-time apprentices work less hours per week. However, it is still possible for them to finish the apprenticeship within the regular time.
The part-time apprenticeship is being supported by the Modus project, an initiative of the chamber of commerce and industry Bonn/Rhein-Sieg. Each year the project helps 12 – 16 young parents to find an apprenticeship at a family-friendly company.
The project recently won the second prize of the “Hidden Movers Award 2010”, a nation-wide award presented by Deloitte.
The demand for part-time apprenticeships is high and the apprentices are highly motivated. But only few companies offer this type of apprenticeship. The Network for part-time Apprenticeships lists initiatives in Germany that help young parents to find an apprenticeship. [DE]
2007 startete die deutsche Welle in Bonn einen Versuch. Drei junge Frauen begannen dort ihre Teilzeit-Ausbildung. Die deutsche Welle gehört zu den wenigen Unternehmen, die eine Teilzeit-Ausbildung anbieten. Anfangs war es ein Projekt, bei dem es hauptsächlich um den sozialen Aspekt ging, erklärt Ausbildungsleiterin Alexandra Fischer dem Handelsblatt. Allerdings seien die jungen Mütter enorm motiviert und engagiert. Sie möchten ihren Kindern eine Zukunft bieten können.
Der Ablauf der Ausbildung erlaubt auch alleinerziehenden, jungen Müttern ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Bei der deutschen Welle arbeiten sie zum Beispiel statt 7,7 Stunden nur 5,8 Stunden in Gleitzeit. Die Ausbildungszeit kann sich dadurch verlängern, muss aber nicht. Die Berufsschule besuchen die Teilzeit-Azubis genau wie alle anderen. Die Erfahrungen mit der Teilzeit-Ausbildung waren sehr gut, auch dieses Jahr wird die deutsche Welle wieder neue Teilzeit-Azubis aufnehmen.
Die Teilzeit-Ausbildung wird vom Modus-Projekt unterstützt (Modulares Unterstützungssystem für Mütter, Kinder und Betriebe), einer Initiative der IHK Bonn/Rhein-Sieg und des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) in Bonn.
Pro Jahr werden etwa 12 – 16 junge Mütter und Väter an familienfreundliche Unternehmen vermittelt. Modus unterstützt die jungen Eltern bei der Bewerbung und der Organisation der Kinderbetreuung. Den Unternehmen hilft Modus bei der Auswahl der Bewerber und der Gestaltung der Ausbildung.
Für seine Arbeit erhielt das Projekt kürzlich sogar den zweiten Platz beim „Hidden Movers Award 2010“, einem bundesweiten Wettbewerb der Deloitte Stiftung.
Anfang hätten viele Unternehmen noch Bedenken wegen eines Mehraufwandes, erzählt eine Mitarbeiterin bei Modus. Deswegen werden nur Bewerber vermittelt, die sich sicher sind, die Ausbildung schaffen zu können und wollen. Die Resonanz der teilnehmenden Unternehmen sei deswegen durchweg positiv.
Auch wenn die Nachfrage theoretisch hoch ist, ist die Teilzeitausbildung noch nicht sehr verbreitet. Über 120 Integrationsprojekte arbeiten daran, sie bekannter zu machen. Das Netzwerk Teilzeitberufsausbildung verzeichnet auf einer Projektlandkarte, wo in Deutschland sich bereits Initiativen zur Teilzeitausbildung gegründet haben.
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