The 8th Continental Student survey showed that the German discussion about a women’s quota in management positions has left marks with female students. The representative survey amongst 1.000 Students ask for their views on career, labor market and university topics. Furthermore, the topic “Diversity” was analyzed within the context of labor shortage and demographic development.
Overall, students expect good career chances (about 61.7 %), but they rate them lower than last year (65 %). This is interesting in the light of the economic growth after the financial crisis. But even more interesting is that this result is strongly influenced by the judgment of female students. Only 54.7% of them expect to have good or very good chances to make a career, in contrast to 70.1% of male students. Here the unclear discussion about the women’s quota in Germany seems to influence strongly the self consciousness of women. This leads to a clear mandate for the government: Finalize the discussion and clarify the legal framework.
However, there is more, the government should do: comprehensive and affordable or free day care for children, both in school and Kindergarten, support for families and young parents. The private economy can do its share in promoting flexible working conditions, home office and child care.
Another element to support Germany’s international competitiveness is immigration of skilled and qualified foreigners. However, even though more than half of the students feel, this is the right measure, a mixed view was provided when it comes to lower the immigration hurdles in Germany. Here, the study does not give an answer, but the German secretary for Education, Ms. Annette Schavan states, that not immigration is the problem, but the emigration from Germany.
In this context it is interesting to see, that a lot of students do not see themselves in spending some years in another country during their career. Even high-rated countries like USA or Switzerland just gain ratings of 2.5 and 2.7 respectively. The scale went from 1 (I definitively go there) to 5 (definitively not). The most uninteresting countries are Eastern European States and Russia. This could become a problem for international companies, as only the expatriation helps to gain a deep understanding of cultural diversity and how to deal with it.
Lifelong learning and appreciation of elder employees was another topic, the survey covered. Qualification and education was seen as an important driver to sustain the international competitiveness of Germany. However, companies and government were asked to provide a framework of flexible and adjusted workplaces, qualification measures and financial support.
In total it looks like the business case of Diversity is clearly recognized by students, even though the meaning of the word was not really clear to everyone as were the tasks for companies and governments. [DE]
Studenten gehen von guten Karriereaussichten aus – sehen aber noch Nachholbedarf in Sachen „Diversity“
Die 8. Continental Studentenumfrage bringt zu Tage, dass die Diskussion um die Frauenquote Spuren bei den Studentinnen hinterlassen hat. In der repräsentativen Studie wurden rund 1.000 Studierende nach ihrem Blick auf Karriere, Arbeitswelt und Hochschulthemen befragt.
Zusätzlich wurde das Thema Diversity unter den Aspekten Alter, Herkunft und Geschlecht im Kontext von Fachkräftemangel und demographischer Entwicklung hinterfragt.
Grundsätzlich sehen die Studierenden Ihre beruflichen Karriereperspektiven positiv, dennoch schlechter als im vergangenen Jahr. Dies trotz der deutlich spürbaren wirtschaftlichen Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise. 61,7 % (Vorjahr: 65%) gehen von sehr guten, bzw. guten Aussichten aus. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Umfragen im Jahre 2004. Die schlechten Werte kommen dadurch zustande, dass nur noch 54,7 % der Frauen, im Vergleich zu 70,1% der Männer ihre Aussichten als positiv bewerten. Wesentlicher Treiber für diese Einschätzung ist die unklare Diskussion um eine Frauenquote in Unternehmen. Es scheint, als ob die Frauen ihr Selbstbewusstsein verlieren und auf politische Regelungen warten, anstatt die Zügel in die Hand zu nehmen und die Richtung vorzugeben, in die sie gehen wollen. Damit wird ein klarer Handlungsauftrag in die Politik gegeben, nämlich die Rahmenbedingen für ein erfolgreiches Berufsleben verbindlich zu gestalten und Klarheit zu schaffen.
Die Umfrage brachte auch noch einen anderen Handlungsauftrag an den Staat mit sich: Dazu gehört eine umfassende Kinder-Ganztagsbetreuung, staatliche Förderung und Unterstützung von Familien, kostengünstige oder kostenlose Kinderbetreuung, Förderung der Kinderbetreuung in Unternehmen sowie eine Erhöhung des Elterngeldes. Aber auch die Unternehmen werden in die Pflicht genommen: Flexible Arbeitzeiten, Kinderbetreuung am Arbeitsplatz, Kinder-Ganztagsbetreuung sowie die Möglichkeit, vom Homeoffice aus zu arbeiten, sind Rahmenbedingungen, die sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Morgen wünschen.
Aber auch weitere Elemente von Vielfalt wurden in der Studie betrachtet: So sehen mehr als die Hälfte der Studierenden es als wichtig an, den drohende Fachkräftemangel auch die qualifizierte Zuwanderung zu beheben, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Allerdings sind die Meinungen geteilt, wenn es darum geht, die tatsächlichen Hürden für qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland zu senken. Diese Diskrepanz muss näher beleuchtet werden, einen Lösungsansatz schlägt die Studie nicht vor. Gezielte Aufklärung ist notwendig, damit Deutschland nicht den Anschluss nicht verliert. Das Problem sei nicht die Zuwanderung, sondern die Auswanderung aus Deutschland, wird die Bundesbildungsministerin Annette Schavan zitiert.
In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass viele Studierende nicht uneingeschränkt bereit sind, während ihres Berufslebens einige Jahre im Ausland zu verbringen. Selbst so beliebte Länder wie die USA oder die Schweiz erreichen auf einer Skala von 1 (ganz bestimmt) bis 5 (ganz bestimmt nicht), nur die Werte 2,5 bzw. 2,7. Schlusslichter sind die osteuropäischen Staaten sowie Russland. Dabei ist gerade der berufliche Auslandsaufenthalt für eine Karriere in international agierenden Unternehmen ein wichtiges Element. Nur so kann ein tieferes Verständnis für kulturelle Vielfalt und der Umgang damit erworben werden.
Als weiteres Element untersuchte die Studie das Konzept des lebenslangen Lernens. Die Weiterqualifizierung von älteren und geringer qualifizierten Mitarbeitern bietet eine weitere Chance, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland zu erhalten. Hier kann die Wirtschaft u.a. über Weiterbildung, altersgerechte Arbeitsplätzen, Wertschätzung der beruflichen Erfahrung älterer Mitarbeiter sowie Altersteilzeit bessere Rahmenbedingungen schaffen. Vom Staat wird erwartet, dass er die Unternehmen in diesen Maßnahmen finanziell fördert.
Insgesamt scheint es, dass Diversity als Business Case von den Studierenden wahrgenommen wird, auch wenn die direkte Bedeutung des Begriffes noch nicht völlig durchdrungen zu sein scheint. Die Handlungsaufträge an Wirtschaft und Staat sind allerdings klar formuliert.